Wie im Motorsport gibt es auch im Sim-Racing Begriffe, welche jeweils eine bestimmte und nicht auslegbare Bedeutung haben.

Es gibt ein paar Begiffe die häufiger vorkommen und ein paar weniger häufige. Das macht aber keinen Unterschied in der Bedeutung oder Wichtigkeit.

Damit ihr wisst auf welche Begiffe ihr stoßen könnt und was sie bedeuten findet ihr hier eine Übersicht.

Das ist die Kraft, mit der die Autos auf die Strecke gedrückt werden. Diese Kraft wird vor allem durch die Aerodynamik, also aerodynamische Teile wie Flügel oder Aufhängungsteile erzeugt. Je mehr Abtrieb ein Auto hat, desto besser liegt es auf der Strecke.

Beschreibt die Abnutzung der Reifenoberfläche. Je besser man die Reifen schont und mit ihnen umgeht, desto weniger Abrieb haben sie und halten länger.

Damit wird die Luftleitung um das Auto herum beschrieben, dadurch soll das Fahrverhalten positiv beeinflusst werden. Wie schafft man es, durch die dem Auto entgegenkommende Luft möglichst viel Anpressdruck zu erzeugen? Im Motorsport ist dies längst eine Wissenschaft für sich. Die aerodynamischen Hilfsmittel an den Autos wie kleine Flügelchen wurden vor der neuen Saison reduziert. Das soll zu weniger Abtrieb führen, damit die Autos schwieriger zu fahren sind.

Der Scheitelpunkt ist der Punkt, an dem man der Innenseite der Kurve am nächsten ist. Sobald der Scheitelpunkt erreicht ist, sollten man in der Lage sein, den Lenkeinschlag zu verringern, das Tempo zu erhöhen und sich auf den Ausgang der Kurve zu konzentrieren. Das Bestimmen des Scheitelpunktes kann zunächst schwierig sein. Es gibt zwei verschiedene Arten von Scheitelpunkten, den geometrischen Scheitelpunkt und den Rennscheitelpunkt. Der geometrische Scheitelpunkt einer Kurve mit konstantem Radius ist der Mittelpunkt auf der Innenseite, und dies kann je nach Kontext auch der Rennscheitelpunkt sein. Je nach Kurve wird der Scheitelpunkt auch weiter Richtung Kurvenausgang gelegt um am besten aus der Kurve herauszubeschleunigen.

Auslaufzonen finden sich an den Außenseiten von Kurven und schließen meist direkt an die Curbs an. Moderne Anlagen beginnen dabei mit einem Grünstreifen, der aus Gras, Kunstrasen, lackiertem Beton oder einer Teppich-Art besteht. Am Ende von Auslaufzonen findet sich meist ein Reifenstapel und schließlich die Streckenbegrenzung. Diese Konstruktionen können bis zu 80% der Energie eines Aufpralls absorbieren!

Damit alle Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller und Antriebskonzepte die Chance auf den Sieg haben und alle in etwa gleich schnell sind gibt es die sogenannte „Balance of Performance“. Hier wird durch ein unabhängiges Gremium und anhand der Ergebnisse von vorherigen Rennen auf der Strecke und Leistungsdaten der Hersteller über einen Luftrestriktor und Zusatzgewichte ein Ausgleich der Fahrzeuge pro Strecke erreicht.

Bezeichnung für die Blasenbildung auf den Rennpneus. Durch Überhitzung entstehen Blasen am Reifen, die Lauffläche darüber platzt auf. Je nach Stärke des Blisterings müssen die Reifen gewechselt werden.

Die schmale Fahrbahn direkt vor den Boxen, die von der Rennstrecke abgetrennt wurde. Hier gilt ein Geschwindigkeitslimit. Übertritt man dieses Limit, gibt es eine Strafe.

Der Boxenstopp bezeichnet einen Punkt im Rennen wo ein Fahrzeug in die Boxengasse abbiegt und an seinem Boxenplatz anhält. Bei einem Boxenstopp werden Reifen gewechselt, kann nachgetankt werden und es kann ein Fahrerwechsel durchgeführt werden. Es gibt Rennen da ist es Pflicht mindestens einen Boxenstopp durchzuführen.

Englischer Begriff für Randsteine. Sie grenzen die Strecke von den Auslaufzonen oder Kiesbetten ab.

Der Begriff Double-File kommt aus dem Englischen und den dort am häufigsten Verbreiteten Indycar-Rennen und Ovalrennen. Es meint dass sich die Fahrzeuge in zweierreihen aufreihen und so bis zum Startsignal neben/hintereinander her fahren.

Wird die Strafe verhängt, muss der Fahrer einmal durch die Boxengasse fahren, natürlich mit der vorgeschriebenen reduzierten Geschwindigkeit. Den Pflicht-Boxenstopp darf er mit der Strafe nicht kombinieren.

Sie findet vor jedem Start eines Rennens statt. Die Fahrer drehen dann noch eine Runde, um Bremsen und Reifen auf Temperatur zu bringen. Anschließend erfolgt entweder ein stehender oder ein fliegender Start.

Sie kommen während eines Rennwochenendes regelmäßig zum Einsatz und werden von den Streckenposten geschwenkt. Sie dienen als Kommunikationsmittel zwischen der Rennleitung und den Fahrern. Die Bedeutung gilt weltweit und kann in der Flaggenkunde nachgelesen werden.

Das freie Training ist eine der/sind die Sitzungen/Sessions am Rennwochenende die vor der Qualifikation und dem Rennen stattfinden. Hier können sich die Fahrer auf die Strecke einstellen, die Mechaniker das Auto auf die Wünsche des Fahrers anpassen und ein Setup entwickeln. Hier werden meist sowohl Qualifikationsrunden als auch Rennrunden getestet.

Bezeichnet die „Körnung“ der Reifen. Eine Folge von Überbelastung, dabei beginnt der Reifen, sich zu schälen. Die Oberfläche löst sich langsam auf, die Gummischnipsel kleben an der Lauffläche des Reifens fest. Die Folgen: Weniger Grip und mehr Untersteuern.

Kann man mit „Griffigkeit“ übersetzen. Bedeutet im Motorsport, wie viel Haftung das Auto auf der Strecke hat. Dabei gibt es den aerodynamischen Grip, zum Beispiel durch den Heckflügel. Oder den mechanischen Grip, der durch die Reifen verursacht wird. Je mehr Grip, desto schneller geht es durch die Kurven.

Ist die ideale Linie, die man auf der Strecke fahren sollte. Die Ideallinie ist selten der kürzeste Weg durch eine Kurve. Die Strategie der schnellsten Linie ist eher die, den Kurvenradius zu vergrößern und möglichst früh wieder aus der Kurve heraus zu beschleunigen.

Die Autos fahren in Zweierreihen auf die Startlinie zu. Bei grün wird beschleunigt. Vor der grünen Ampel oder dem Überqueren der Startlinie darf kein Auto aus der Formation ausscheren.

Kiesbetten gehören zu den Auslaufzonen einer Rennstrecke. Sie sollen das Fahrzeug passiv abbremsen. Das Kiesbett selbst ist nach FIA-Vorgaben mindestens vier Meter breit und 25 Zentimeter tief, die Steine müssen kugelförmig mit einem Durchmesser von 5-16 Millimeter haben.

Findet vor jedem Rennen statt. In dieser Zeit wird anhand der Bestzeiten der einzelnen Fahrer die Startaufstellung ermittelt.

Sie kommen dann zum Einsatz, wenn es regnet. Sie haben für die nasse Strecke ein spezielles Profil. In der Formel 1 kann ein Reifen bei Höchstgeschwindigkeit bis zu 60 Liter pro Sekunde verdrängen.

Um den optimalen Reifendruck zu erreichen muss man wissen, dass ein Reifen mit zwei Komponenten arbeitet: mit Temperatur und mit Druck, wobei der Druck aus der Temperatur resultiert. Je nach Jahreszeit, Außen- und Streckentemperatur, Wetter und anderen Faktoren werden demnach Zielwerte definiert und man versucht, diese während dem Fahren zu erreichen. Im Idealfall liegt ein Reifen mit der kompletten Lauffläche auf der Strecke auf. Durch das Fahren entsteht Reibung und diese Reibung erzeugt Wärme. Durch den Anstieg der Temperatur steigt auch der Druck im Reifen. Ist nun zu viel Luft im Reifen und damit der Druck zu hoch wölbt er sich nach außen, woraufhin nur noch der Mittelteil des Reifens und nicht auch noch die Flanken mit dem Asphalt in Berührung kommen. Die Folge: Der Reifen verliert Grip und zudem wirkt sich das sehr negativ auf den Reifenverschleiß aus. Ist zu wenig Luft im Reifen, wölbt sich der Reifen nach innen, in Richtung der Felge. Dadurch werden nur die Außenkanten der Reifen belastet und es kommt hier ebenfalls zu weniger Grip und zu einer stärkeren Nutzung an den Außenseiten, welche vor allem für die Seitenführungskräfte verantwortlich sind. Auch in diesem Fall verschleißt der Reifen mehr und ungleichmäßig.

Übersetzt bedeutet es „Sitzung“. Jedes Training oder Qualifying wird im Motorsport gerne auch als Session bezeichnet.

Der englische Begriff für die Einstellungsmöglichkeiten am Auto. Nach dem richtigen Setup wird vor allem in den freien Trainings gesucht. Im Idealfall sollte das Setup perfekt zu den jeweiligen Streckenbedingungen passen, damit das bestmögliche Fahrverhalten gewährleistet ist.

Der Begriff Single-File ist das genaue Gegenteil von Double-File Es meint dass sich die Fahrzeuge in einer Reihe hintereinander her fahren bis sie sich entweder in ihren Startboxen aufstellen oder bis das Signal zum Double-File kommt und ein Indy-Start folgt.

Der englische Begriff für einen profillosen Reifen. Er kommt bei trockenen Bedingungen zum Einsatz. Man hat während des Rennwochenendes nur eine bestimmte Anzahl an frischen Sätzen zur Verfügung. Sind diese aufgebraucht, muss man die bereits benutzten aufziehen. Bis sie auf Temperatur sind, fährt sich das Auto wie auf Eis.

Jede Boxengasse hat ein maximales Tempo. Dies kann von Strecke zu Strecke unterschiedlich sein. Damit die Fahrzeuge nicht zu schnell fahren und der Fahrer sich nicht auf die niedriege Geschwindigkeit konzentrieren muss gibt es einen technischen Begrenzer der Eingeschaltet dsa Tempo auf eine maximale vorgegebene Geschwindigkeit begrenzt.

Ein Stint beschreibt im Motorsport einen Rennabschnitt zwischen zwei Boxenstopps. Der Start und der Zieleinlauf sind ebenfalls Stintgrenzen. In einem Rennen mit Fahrerwechsel hat jeder Fahrer nur eine maximale Stintfahrzeit (Zeit die er zwischen zwei Boxenstopps fahren darf) und eine maximale Fahrzeit (alle Stintfahrzeiten zusammen gerechnet). Bevor eine der beiden Maximalzeiten überschritten ist muss ein Fahrerwechsel erfolgen.

Von einem Doppel-Stint spricht man, wenn ein Fahrer nach einem Boxenstopp ohne Fahrerwechsel erneut auf die Strecke geht und einen weiteren normalen Stint fährt.

Jedes moderne Rennfahrzeug zeichnet während der Fahrt allerhand Daten auf. Das kann Drehzahl, Geschwindigkeit, G-Kräfte, Bremsdruck, Dämpferregelung und vieles mehr umfassen. Diese Daten werden Telemetriedaten genannt und können in der Box mit einer Software (z.B. Motec) ausgelesen werden und helfen den Mechanikern das Auto besser zu verstehen und auf die Strecke abzustimmen.

Die Traktionskontrolle ist ein Instrument, das dafür sorgt, dass die Räder beim Anfahren nicht Durchdrehen.

Das Gegenteil von Übersteuern. Untersteuert ein Auto, schiebt es in einer Kurve über die Vorderräder nach außen.

Übersteuert ein Auto, neigt es dazu, in den Kurven mit den Hinterrädern wegzurutschen und mit dem Heck auszubrechen.

Der Vorstart ist der Zeitpunkt vor einem Rennen wo die Fahrzeuge nicht mehr in der Boxengasse sondern bereits auf der Strecke in der Startaufstellung stehen. Hier werden die letzten Handgriffe am Auto gemacht und die Fahrer sitzen meist schon im Auto. Angeschlossen an den Vorstart ist dann dann die Einführungsrunde.

Der Wheelspin, also das Durchdrehen der Reifen, ist im Motorsport tunlichst zu vermeiden. Denn der Wheelspin tritt dann auf, wenn der Reifen beim Beschleunigen an Traktion verliert. Fehlende Traktion ist im Motorsport eher ein Problem als gewünscht, denn mit mehr Traktion und Bodenhaftung lässt sich das Auto besser und schneller auf der Strecke bewegen und kontrollieren.